Reizfütterung soll durch gezielte Futtergaben die Entwicklung eines Bienenvolkes anregen. Ihre tatsächliche Wirkung hängt jedoch stark von den jeweiligen Bedingungen ab. Königinnenleistung, Pollenvorräte, Temperatur und Volksstärke beeinflussen das Brutgeschehen wesentlich. Eine Fütterung kann fehlende natürliche Voraussetzungen nicht beliebig ausgleichen. Nutzen und zusätzlicher Arbeitsaufwand sollten deshalb kritisch bewertet werden. Besonders wichtig ist, einen Eintrag von Futter in Erntehonig auszuschließen. Bedarfsgerechte Versorgung bleibt wichtiger als eine schematische Anwendung vermeintlicher Reize.